Kinder und Jugendschutzkonzept

1 – Leitbild/Selbstverständnis

Die DJK/TSV Rödental versteht sich als Ort, an dem Kinder und Jugendliche nicht nur sportlich, sondern auch persönlich gefördert werden. Der Verein übernimmt eine besondere Verantwortung für das körperliche, seelische und soziale Wohl aller ihm anvertrauten jungen Menschen.

Wir positionieren uns klar gegen jede Form von Gewalt, insbesondere gegen sexualisierte Gewalt, Grenzverletzungen, Diskriminierung und Machtmissbrauch.

Unser Ziel ist es, eine Kultur des Hinsehens, des respektvollen Umgangs und des aktiven Handelns zu schaffen, in der sich Kinder und Jugendliche sicher fühlen und geschützt entwickeln können.

2 – Risikoanalyse

Im Verein ergeben sich verschiedene typische Risikosituationen, die besondere Aufmerksamkeit erfordern.

In Umkleide- und Duschsituationen besteht ein erhöhtes Risiko durch eingeschränkte Privatsphäre und körperliche Nähe. Daher ist sicherzustellen, dass Trainer grundsätzlich anklopfen und sich nur bei Notwendigkeit in der Kabine aufhalten. Während des Duschens halten sich Trainer nicht in der Kabine auf.

Beim Training können insbesondere Einzeltrainings oder 1:1Situationen problematisch sein. Diese sollen möglichst vermieden oder nur in offenen und einsehbaren Bereichen durchgeführt werden. Eltern sind darüber zu informieren. Bei Fahrten zu Spielen oder Turnieren besteht ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen Kindern und betreuenden Personen. Daher erfolgen Fahrten nur mit Zustimmung der Eltern und möglichst in transparent organisierten Fahrgemeinschaften.

Bei Turnieren und Übernachtungen entstehen zusätzliche Nähe- und Betreuungssituationen. Hier gelten klare Regeln bezüglich Schlafplätzen, Aufsicht und Verantwortlichkeiten. Kinder und Trainer schlafen grundsätzlich getrennt. In der digitalen Kommunikation (z. B. WhatsApp) besteht das Risiko unangemessener Kontaktaufnahme. Daher erfolgt die Kommunikation ausschließlich über Gruppen und nicht über private Einzelchats zwischen Trainern und Kindern.

3 – Ansprechperson (Vertrauensperson)

Name: Alexander Gross
Adresse: Waldsachsener Straße 15a, 96472
Rödental
E-mail: alexander.gross@djktsv-roedental.de

Die Ansprechperson steht Kindern, Jugendlichen, Eltern sowie Trainern und Betreuern als vertrauliche Anlaufstelle zur Verfügung.

Zu den Aufgaben gehören insbesondere:

  • Entgegennahme von Hinweisen und
    Beschwerden
  • Beratung und Unterstützung
  • Einschätzung von Situationen
  • Weitervermittlung an externe Fachstellen
  • Dokumentation von Vorfällen

4 – Verhaltenskodex

Alle Trainer, Betreuer und ehrenamtlich Tätigen verpflichten sich zu folgendem Verhaltenskodex:
Ich begegne Kindern und Jugendlichen mit Respekt, Wertschätzung und Fairness.
Ich respektiere die persönlichen Grenzen und die Intimsphäre der mir anvertrauten Kinder und Jugendlichen.
Ich verzichte auf jede Form unangemessener körperlicher Nähe.
Ich nutze meine Position nicht zur Ausübung von Macht oder Druck.
Ich greife bei grenzverletzendem Verhalten aktiv ein und schaue nicht weg.
Ich bin mir meiner Vorbildfunktion bewusst und handle
entsprechend.
Ich kommuniziere respektvoll – sowohl im persönlichen Kontakt als auch in digitalen Medien.
Ich halte mich an die im Verein festgelegten Regeln zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.

5 – Konkrete Verhaltensregeln im Fußballalltag

Im Trainingsbetrieb wird darauf geachtet, dass keine isolierten Situationen zwischen Trainer und einzelnen Kindern entstehen. Trainingseinheiten finden möglichst in
einsehbaren Bereichen statt.
In der Umkleide gilt, dass Trainer vor dem Betreten anklopfen und sich nur bei Notwendigkeit dort aufhalten. Während des Duschens halten sich Trainer nicht in der Kabine auf.
Bei Fahrten zu Spielen oder Turnieren werden Kinder nur mit Zustimmung der Eltern transportiert. Es werden möglichst Fahrgemeinschaften gebildet und keine einzelnen Kinder bevorzugt behandelt.
Bei Übernachtungen im Rahmen von Turnieren oder Vereinsfahrten wird auf eine klare Trennung von Schlafbereichen zwischen Trainern und Kindern geachtet. Die Betreuung erfolgt durch mehrere verantwortliche Personen.
Körperkontakt ist nur im sportlich notwendigen Rahmen (z. B. zur Hilfestellung) erlaubt und erfolgt stets respektvoll und erklärend.
Die Kommunikation mit Kindern erfolgt ausschließlich über offizielle Gruppen (z. B. WhatsApp-Gruppen). Private Einzelchats zwischen Trainern und Kindern werden
vermieden.

6 – Prävention und Schulung

Alle Trainer und Betreuer werden regelmäßig zum Thema Kinderschutz geschult. Neue Trainer erhalten eine Einführung in das Schutzkonzept und die Verhaltensregeln des Vereins. Ziel ist es, alle Beteiligten für mögliche Grenzverletzungen zu sensibilisieren und Handlungssicherheit zu schaffen.

7- Erweitertes Führungszeugnis

Alle Trainer, Betreuer und Personen, die regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen arbeiten oder diese bei Fahrten begleiten, müssen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Ohne Vorlage eines solchen Führungszeugnisses ist eine Tätigkeit im Kinder- und Jugendbereich nicht möglich.

8 – Interventionsleitfaden

Im Falle eines Verdachts auf Kindeswohlgefährdung oder Grenzverletzung gelten folgende Schritte:

Zunächst ist Ruhe zu bewahren und die Situation sachlich zu betrachten. Beobachtungen sind möglichst genau und ohne Interpretation zu dokumentieren.

Es erfolgt keine eigenständige Klärung oder Konfrontation mit der beschuldigten Person. Stattdessen wird umgehend die benannte Ansprechperson informiert.

Diese entscheidet über das weitere Vorgehen und zieht bei Bedarf externe Fachstellen hinzu.

Der Schutz des betroffenen Kindes oder Jugendlichen steht dabei stets an erster Stelle.

9 – Kommunikation

Das Kinderschutzkonzept wird im Verein aktiv kommuniziert. Dies erfolgt beispielsweise über Elternabende, Aushänge, die Vereinswebsite oder Informationen innerhalb der Mannschaften.

Kinder und Jugendliche werden altersgerecht über ihre Rechte und Schutzmöglichkeiten informiert.

10 – Evalution

Das Schutzkonzept wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Rückmeldungen von Trainern, Eltern und Kindern werden in die Weiterentwicklung einbezogen.

11 – Beschluss

Dieses Kinder- und Jugendschutzkonzept tritt mit Beschluss der erweiterten Vorstandschaft der DJK/TSV Rödental in Kraft und ist für alle Beteiligten verbindlich.

Rödental, 01.08.2026

1. Vorstand: Alexander Gross
Jugendleiter: Florian Reuter

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